Morbus Baastrup als Folge einer Fraktur in der Wirbelsäule


Frakturen in der Wirbelsäule sind ein häufiges Ereignis bei älteren Menschen. Der Hauptgrund dafür ist meist eine schlechte Knochenqualität, die Osteoporose.

Meist reicht eine nicht-operative Therapie mit Mieder, Bandage und Schmerzmedikation um den heftigen Anfangsschmerz zu lindern. Nach einigen Monaten ist der Bruch verheilt. Leider führt der Bruch zu einer Veränderung der Krümmungen der Wirbelsäule.

Ein stärkerer Rundrücken entsteht, früher auch "Witwenbuckel" genannt. Bei zu starken Veränderungen des Knochens, kann es sein, dass eine Zementauffüllung (Kyphoplastie und Vertebroplastie) oder Stabilisierungsoperation notwendig ist.

Ist der Akutschmerz schliesslich überstanden und das Mieder nicht mehr notwendig, dann klagen viele Patienten über deutliche Schmerzen in der Lendenwirbelsäule. Durch den verstärken Rundrücken muss der Körper einen neuen Schwerpunkt und eine neue Balance finden. Dies geschieht durch eine Verstärkung des Hohlkreuzes, der Körper nimmt diese Haltung von selbst ein. Ist die Ausgleichsmöglichkeit ausgeschöpft, reiben die Knochen - die Dornfortsätze der Wirbelkörper- aneinander. Es kommt zum Reizzustand. Diesen Reizzustand sieht man eindrucksvoll in der Magnetresonanztomografie als Ödem im Knochen. Dies wird als Morbus Baastrup meist als Nebenbefund erwähnt, ist aber eine Schlüsseldiagnose für die weitere Therapie.

Aus diesem Grund ist es unerlässlich nach jedem Bruch der Wirbelsäule eine hochspezifische Physiotherapie durchzuführen um Spätschäden und Rückenschmerzen zu vermeiden


OA Dr. Philipp Becker und das Team des Rückenschmerzpunkt Wien.


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