Wenn das Gehen zur Qual wird - Die Spinalkanalstenose in Rücken


Unter einer Spinalkanalstenose versteht man die Verengung des Rückenmarkanales. Durch diese Engekann ein Druck auf die im Rückenmark verlaufenden Nerven entstehen. Mögliche Ursachen dafür sind:

- Arthrotische Veränderungen der kleinen Wirbelgelenke

- Spondylophyten (Knochenanbauten an den Kanten der Wirbelkörper)

- Verdickungen wirbelsäulenstabilisierender Bänder

Typische Symptome sind Schmerzen im Rücken und in den Beinen, sowie unangenehme Empfindungen wie Kribbeln, Brennen und Taubheitsgefühl. Außerdem wird oftmals ein Müdigkeitsgefühl nach längerem Gehen im Gesäß, dem seitlichen und vorderen Oberschenkel verspürt, sowie kann zu Gangunsicherheiten und Gleichgewichtsproblemen kommen. Verbesserung wird oftmals durch eine Vorneigung des Oberkörpers erzielt.

Im Rahmen der Physiotherapie werden Patient:innen über Schmerzmanagement und Muskelaufbau informiert. Bestimmte Positionen und Bewegungen sollen in der akuten Schmerzsituation Erleichterung schaffen - zum Beispiel die Beugung des Oberkörpers. Auch Fahrradfahren auf dem Ergometer (mit gebeugtem Oberkörper) oder das Gehen mit Stöcken werden häufig erleichternd wahrgenommen. Durch gezieltes Training,wird Muskulatur im Rumpf gestärkt um die betroffenen Segmente zu entlasten und die Statik des Körpers zu verbessern. Im Fokus liegt die Kräftigung der beugenden Muskulatur (Bauchmuskulatur).

Ziel des Stenose-Management ist die Lebensqualität in alltäglichen Aktivitäten zu erhalten beziehungsweise zu verbessern und Beschwerden zu lindern.


Birgit Binder B.Sc. und das Team des Rückenschmerzpunkt Wien

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